Wanderungen

Hochgebirgstour in Südtirol 2014

Herbstwanderung 2013

Sonntag , 20. Oktober 

 

Aussichtsbalkone über der Queich

 

Rundwanderung: Rinnthal – Kostenfels – Holderquelle – Großer Sommerfels – Jung-Pfalz-Hütte - Rinnthal

 

Streckenlänge ca. 12 km, Höhenunterschied ca. 350 m

 

Wanderzeit ca. 4 Std.

 

Vesper an der Holderquelle

Einkehr in der Jung – Pfalz – Hütte

 

Abfahrt 9°° Uhr Stadthalle Speyer

 

Anmeldung bis 14. 10. auf der Geschäftsstelle des Skiclubs Speyer

Hochgebirgswanderung in den Lienzer Dolomiten 2012

Ausführlicher Bericht zur Hochgebirgswanderung im Reiche der Unholden
1.Tag
Die Lienzer Dolomiten, früher auch als das Reich der Unholden, oder Kreuzkofelgruppe bezeichnet , waren Ende August das Ziel der diesjährigen Hochgebirgswanderung des Skiclubs Speyer. Dieses wildromantische Felsengebirge liegt in Osttirol, nahe der Stadt Lienz. Unter Führung unseres Wanderwartes Volker Urban machten sich 8 Teilnehmer auf , um mit dem Skiclubbus ins ca. 600 km entfernte Osttirol zu gelangen. Bis München ging die Fahrt zügig voran, dann allerdings stellten uns einige Staus auf die Geduldsprobe. Über den Pass Thurn und den Felbertauerntunnel gelangten wir am frühen Nachmittag nach Lienz. Auf einer kleinen und kurvenreichen Mautstrasse erreichten wir schließlich unser Ziel in 1620 m Seehöhe, die Dolomitenhütte. Die umliegenden schroffen Felsgipfel begannen sich schon in Wolken zu hüllen, als wir den ca. 2 stündigen Aufstieg zur Karlsbader Hütte begannen. Diese stattliche Alpenvereinshütte liegt in 2260 m Seehöhe in unmittelbarer Nähe des kristallklaren Laserzsees. Die Wolken zogen immer tiefer, der Wind frischte auf und so beschleunigten wir unsere Schritte. Doch kurz vor der Hütte war es dann doch soweit, der peitschende Regen zwang uns zur kurzen Pause – die Regenkleidung musste für das kurze Restwegstück ausgepackt werden. Da es Wochenende war, empfing uns eine ausgebuchte Hütte, vor allem viele Kletterkurse wollten hier trainieren. Wir verteilten uns auf unsere beiden Vierbettzimmer und nach dem Abendessen saßen wir noch einige Zeit gemütlich zusammen und besprachen die geplante Tour. Doch schon bald zollten die lange Anreise und das frühe Aufstehen ihren Tribut, und so begaben wir uns beizeiten zu Bett.


2.Tag
Auch am nächsten Morgen zeigte das Wetter keine Änderung, hatte nicht der Wetterbericht anderes versprochen? So beschloss man noch einige Zeit zu warten und auf die vorhergesagte Wetterbesserung zu hoffen. Gegen 11°° Uhr schien es dann soweit zu sein, die Wolken lockerten sich und Volker mahnte zu schnellem Aufbruch. Tagesziel war die 2614 m hohe Laserzwand. Über felsdurchsetze Hänge erreichten die Gruppenersten schon nach etwas mehr als einer Stunde das Gipfelplateau. Doch die versprochene phantastische Aussicht suchten wir vergeblich. Dafür gaben die Wolken kurzzeitig schwindelerrenge Tiefblicke frei. Auch die Kanten und Grate der Nachbargipfel tauchten hie und da auf. Direkt neben uns der Rote Turm, mit Kletterrouten bis zum elften Schwierigkeitsgrad, Tummelplatz der weltbesten Kletterer. Nick und Harald ließen es sich, trotz immer dichter werdenden Wolken nicht nehmen, das unmittelbar aufragende Gipfelkreuz eines Nachbargipfels zu erklimmen. Nur ab und zu konnte man sie schemenhaft zwischen Wolkenfetzen erkennen. Beim Abstieg beeilten wir uns, denn in der Ferne war schon erstes Donnergrollen zu hören. Kurz vor der Hütte, der erste lautere Donnerschlag, bei Regenbeginn hatten alle das schützende Hüttendach erreicht. Was für ein Timing! Mit Kaffee und Kuchen, sowie Kaiserschmarren verkürzten einige die Zeit bis zum Abendessen. Der bange Blick aus dem Fenster zeigte, dass der Regen ständig zu nahm, kurz darauf mischten sich auch erste Schneeflocken darunter. Der Schneefall wurde immer dichter, bald war die Umgebung in dichtes Weiß gehüllt. Es packte uns ein ungutes Gefühl, sollte dies etwa schon das Ende unserer Tour sein? Doch nach dem Abendessen war der ganze Spuk verschwunden, es klarte auf, nur einige Zentimeter Neuschnee blieben zurück. Was dann folgte, war ein phantastisches Naturschauspiel. Die tiefstehende Sonne tauchte die Umwelt in ein einmaliges Licht. Selbst oftmalige Hüttenbesucher hatten ein solches Naturschauspiel noch nicht erlebt. Überall klickten die Photoapparate, alle standen nur staunend da. Alsbald wurden dann die Nachtlager aufgesucht, stand doch am nächsten Tag das Hauptziel unserer Wanderung, der berühmte Drei – Törl – Weg auf dem Programm.

 

3.Tag
Der nächste Morgen empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Trotzdem blickte Volker etwas sorgenvoll in die Umgebung, der Neuschnee war über Nacht nicht wie erwartet geschmolzen. Ein Gespräch mit dem Hüttenwirt ergab jedoch grünes Licht für die geplante Tour, er mahnte nur sorgfältiges Gehen an. Eine 6 – 7 stündige Tour über 3 Scharten ( Törl ) lag vor uns. Langsam aber stetig zogen wir das Schotterfeld zum Laserztörl 2497 m hinauf. Die Schneeauflage unter unseren Füßen wurde kompakter, die Felsen in der Scharte waren teilweise von Eis überzogen. Oben angekommen, öffnete sich der weite Blick nach Osten, ein Teil des Weiterweges lag vor uns. Über Schotter ging es nun 500 m steil abwärts, bis wir grüne Almböden erreichten. Doch schon bald bog der Weg ab, hinauf zum Kühleitentörl 2283 m. Immer steiler wurde dieses Geröllfeld, aber noch waren wir bei guten Kräften. Oben nochmals ein toller Ausblick, und steil ging es wieder bergab. In der Mittagspause klangen vom nächsten Törl Mandolinenweisen herab. Beim Aufstieg zum Baumgartentörl 2330 m begegneten uns zwei mittelalterlich gewandete Musiker. Mit einem „ Gott grüße euch ihr Wandersleut", zogen sie an uns vorbei. Es waren die ersten Menschen, die uns an diesem Tag begegneten. Noch lag ein langer Weg vor uns. Die Steigungen waren vorbei, der Weg wurde nun ausgesetzter,entlang eines Gratrückens wechselten luftige schmale Wegstellen mit leichten Kletterpassagen im Fels. Nach einer weiteren Stunde hatten wir leichteres Gelände erreicht, von nun an ging es stetig bergab. Am späten Nachmittag endlich die Erlösung – die Almhütten der Unholdenalm mit dem Hochstadelhaus. Es liegt in 1780 m Seehöhe in phantastischer Aussichtslage hoch über dem Drautal. Das neue Pächterpaar, Heidi und Udo Fröschl, empfing uns sehr freundlich. Putzige Vierbettzimmer, direkt neben der Stube des alten Holzhauses, ließen unsere Hoffnung auf eine geruhsame Nacht steigen. Außerdem waren wir die einzigen Gäste. Die Hüttenwirtin bruzzelte noch auf einem Holzherd das köstliche Abendessen, alles aus eigenem Anbau und eigener Schlachtung. Hüttenwirt Udo heizte den alten Kachelofen an, allmählich kehrten die Lebensgeister wieder zurück. Für Harald war die Nacht etwas unruhig, die vielen Speckschwarten des Krustenschinkens taten seinem Magen nicht gut. Einige Verdauungsschnäpse hätten hier wohl ihre segensreiche Wirkung entfalten können.


4.Tag
Der neue Tag – strahlende Sonne , tiefblauer Himmel und beste Fernsicht. Das Frühstück auf der Terrasse, ein Traum. Wir hätten noch gerne länger die wärmenden Sonnenstrahlen genossen, doch der Aufstieg zum Hochstadel 2680 m , dem „König des Drau-Oberlandes", musste angegangen werden. Eine Gruppe stieg über den Normalweg in nicht ganz 3 Stunden die 900 Höhenmeter zum Gipfel hinauf, während die andere Gruppe den etwas schwierigeren und längeren Weg über den Südwestgrad nahm. Oben empfing uns eine einmalige Aussicht. 360° Rundumpanorama ohne jegliche Wolken . Zum Greifen nahe die Gailtaler Alpen, gegenüber Großglockner und Großvenediger. Im Westen und Süden die Zacken der Dolomiten, im Osten der Karnische Hauptkamm. Ganz entfernt entdeckte man sogar die Julischen Alpen. Fast 2000 m tiefer das grüne Tal der Drau. Was für ein Gipfelglück! Keiner wollte mit den Abstieg beginnen, aber es lagen noch 2 Stunden vor uns. In unserem Quartier angekommen, umsorgten uns wieder Heidi und Udo. Heute konnte endlich etwas mehr getrunken werden, denn am nächststen Tag musste nur noch der Abstieg ins etwas mehr
als 1000 m tiefer gelegene Tal bewältigt werden.


5.Tag
Für dieses Vorhaben stärkten sich einige am nächsten Morgen mit einer kräftigenden Portion Eier mit Speck. Dann der Abschied von den inzwischen lieb gewonnenen Wirtsleuten. Während wir Höhenmeter um Höhenmeter talwärts gelangten, fuhr unser Wanderführer Volker gemeinsam mit dem Hüttenwirt und unseren Rucksäcken zu Tal, um am Ausgangspunkt unseren Bus abzuholen. In der Buschenschänke in Oberpirkach trafen wir zusammen. Um auf der langen Heimreise keine Hungergefühle aufkommen zu lassen, sorgten wir dort mit einer Brettljause vor. Nick Beyer, ein oftmaliger Teilnehmer an den Hochgebirgswanderungen zog das Fazit: Ein absolutes Highlight aller bisherigen Touren!

Hochgebirgswanderung in den Pfunderer Bergen 2011